Fotoausstellung im Korbmuseum
Im Schwarzweißbild steht ein kleines Bürgerhaus im Schatten des stattlichen Gasthauses "goldene Krone" in Michelau am Kirchplatz.
"SEPPERLA" der umfangreiche Titel informiert über die urkundliche Erwähnung 1804, seit 1934 das Anwesen Familie Schmidt, Kirchplatz 13. Heute elegeant restauriert birgt es ein Optikfachgeschäft. Im Zeitspiegel des Michelauer Film- Foto- und Videoclubs präsentiert Ernst Schmidt zwölf historische Ansichten mit aufwendiger Titulierung.
Zum Ende der Sommerzeit im Deutschen Korbmuseum Michelau steht die Ausstellung "Michelau, wie es war und ist" bis 6. Dezember. Elf Mitglieder zeigen eigene Motive des Fotohobbys, digital ausgearbeitet, aber auch Bild vom Diaarchiv und Gegenüberstellungen alter Ortsansichten, einzelner Gebäude und Plätze füllen die 209 Bilder umfassende Schau. Die Veränderung des Mainfeldplatzes und Schneyer Straße mit Abzweigung der Martin-Luther-Straße und die am Ortsrand wachsenden Wohngebiete vollenden das Bildspektrum. Vereinsgeschehen, Faschingszug und Schnappschüsse der "Lebenden Werkstätten" runden in der Sonderausstellugn und in den Vitrinen das Fotoerlebnis ab.
Die Großgemeinde aus der Luft, 40 Luftbilder zu unterschiedlicher Zeit dokumentiert, zeigen die natürliche Lage, Wachstum und die Baumaßnahme in der Bahnhofstraße.
Die wohl kleinste Kirche in der Großgemeinde, in Oberreuth die "Maria-Königin Kapelle" wird mit Innenaufnahme und Luftbild im Ort aus verschiedenen Himmelsrichtungen zur Perle in der Geimeindeansicht.
So begrüßte 1. Bürgermeister Fred Köhlerschmidt im Deutschen Korbmuseum einen großen Kreis Besucher, Fotoclubmitglieder und Gäste. Er brachte im Grußwort Freude zum Ausdruck über die Vielfalt und den Eifer mit der Darstellung und dankte den Film- und Fotofreunden. Auch Dr. Bernd Wollner, Leiter des Museums zeigte sich zufrieden über die gute Zusammenarbeit und die alljährliche Arbeit, zum dritten Mal ist das Schwerpunktthema die Heimat Michelau.
Vorsitzender Georg Klerner-Preiss, sichtilch beeindruckt von der überwältigenden Besuchermenge dankte Geminde und Museumsleitung "dies Jahr ist unsere Arbeit ja in ein besonders gutes Licht gestellt", so Klerner-Preiss wörtlich. Dann staunte er nicht wenig als ihn Solam, der Flechthutspezialist mit einem elegant geflochtenen Hut zum "echten Michelauer" kürte.
Besonderen Wert erhielt die Ausstellung durch die Lesung von Christa Burkhardt. Sie heitze somit die Stimmung in der Eingangshalle und dem Ausstellungssaal auf, mit einigen Geschichten aus ihrem jüngst veröffentlichen Buch "Grüät naa", langer Applaus und engeres in den Saal drängen Versetzten die Besucher in heimatliche Laune.
Zu den neuen Winderöffnungszeiten ist die Ausstellung nun bis 6. Dezember werktags zu besichtigen.